Übungsunternehmen (Üu)

Das Fach


Was ist ein Übungsunternehmen?

 

Der Lernort Übungsunternehmen simuliert die Abläufe eines modernen Großhandelsbetriebs. Die Schülerinnen und Schüler planen und bearbeiten  betriebswirtschaftliche Aufgabenstellungen,  die sich aus dem Geschäftsbetrieb ihres Übungsunternehmens ergeben und lernen  wichtige Abläufe des täglichen Geschäftslebens unter realitätsnahen Rahmenbedingungen kennen.

Dazu schlüpfen sie in unterschiedliche Rollen. Sie erfahren den Betrieb als Mitarbeiter und Unternehmer.  Als Teil des Betriebes treffen sie Entscheidungen und erkennen die Bedeutung ihres Handelns für das Erreichen ihrer Arbeitsergebnisse und  der Unternehmensziele. So sollen sie auch Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Arbeitsprozesse zu entwickeln.


Auf diese Weise fördert die Arbeit im Übungsunternehmen das wirtschaftliche Denken und die Kompetenz, betriebswirtschaftliche Zusammenhänge  zu verstehen.

 

Die besondere Stärke des Übungsunternehmens sind seine Außenkontakte. Durch das Netzwerk ÜBW – Übungsunternehmen bayerischer Wirtschaftsschulen -  bestehen Geschäftsbeziehungen zu deutschen Übungsunternehmen in Bayern, Thüringen und Sachsen sowie zu internationalen Geschäftspartnern. So ist eine realitätsnahe Wirtschaftswelt und Marktsituation entstanden. Der Warenaustausch und die Zahlung finden fiktiv statt.

 

Erstaunliches

In Deutschland gibt es rund 800 Übungsunternehmen, weltweit circa 7000, denn die Idee der Übungsfirmen ist global. So wie in Deutschland gibt es in mehr als 40 Ländern practice enterprises (Übungsfirmen) und Central Offices (Zentralstellen).

 

Übungsunternehmen kommunizieren durch Briefe, Fax, E-Mail oder Internet basierende Dienste, wie Online-Shopping oder Online-Banking. Dies ermöglicht ein eigens dafür programmiertes Übungsfirmenportal des ÜBW.

 

Unsere Zentrale in Memmingen (http://uebungsunternehmen.info/) bietet alle Institutionen, die ein Unternehmen braucht. Amtsgericht, Finanzamt, Krankenkasse, Poststelle.

LehrplanPLUS

 

Mit Einführung des Lehrplan Plus arbeiten alle Schülerinnen und Schüler der 9./10. bzw. der 10./11. Jahrgangsstufe, ab dem Schuljahr 2016/17,  vier Wochenstunden im Pflichtfach Übungsunternehmen.
Neu ist, dass auch in diesem Fach – als Alternative zu Mathematik eine Abschluss-prüfung abgelegt werden kann.

 

Zusammenarbeit mit anderen Fächern

Das Fach Übungsunternehmen ist mit vielen anderen Fächern vernetzt:

So werden die im Fach Betriebswirtschaftliche Steuerung und Kontrolle und Informationsverarbeitung erworbenen Kompetenzen in betrieblichen Situationen angewendet und vertieft. So werden beispielsweise Kaufverträge geschlossen und abgewickelt,  Kaufvertragsstörungen gelöst, Werbeflyer, Produktpräsentationen und Geschäftsbriefe erstellt.

Eine enge Verbindung gibt es damit auch zu den Fächern Deutsch und Englisch. Sie vermitteln die die sprachlichen Grundlagen, die bei der schriftlichen und mündlichen Kommunikation mit Geschäftspartnern im In- und EU-Ausland genutzt werden.

 

Weitere allgemeinbildende Fächer stützen die Arbeit im Übungsunternehmen. So greifen die Schülerinnen und Schüler bei der Kalkulation ihrer Verkaufspreise auf das Fach Mathematik zurück und nutzen bei der Gestaltung ihres Arbeitsplatzes ihre Kompetenzen aus dem Fach Mensch und Umwelt.



Ziele

 

Neben den fachlichen Kompetenzen werden auch Sozial-, Selbst- und insbesondere Methodenkompetenzen gefördert, die wichtig sind, um die berufliche Zukunft aber auch den privaten Alltag selbständig zu meistern.

Je nach Aufgabenbereich sind unterschiedliche Kompetenzen gefragt. Während die Buchhaltung genaues Arbeiten fordert, verlangt der Bereich Marketing Kreativität. Zudem sind sowohl die Fähigkeit zur Arbeit im Team als  auch das  selbstständige  und eigenverantwortliche Arbeiten gefordert. Und natürlich müssen die „Mitarbeiterinnen“ und „Mitarbeiter“ auch bereit sein, konstruktive Kritik zu äußern und anzunehmen, um  ihre Arbeit zu verbessern.

 

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